| Weiches Gewebe eines Dinosauriers entdeckt |
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| Donnerstag, 5. April 2007 | |
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Kann der Knochen eines Dinosauriers 70 Millionen Jahre alt sein, wenn an ihm noch weiches, dehnbares Gewebe des Tieres zu finden ist? Im Streit um das Alter der Erde und der Lebewesen hat eine Evolutionsforscherin der Schöpfungslehre, die von einem vergleichsweise geringen Erdalter im Sinne der biblischen Urgeschichte ausgeht, unerwartet Schützenhilfe geleistet. Am Oberschenkelknochen eines angeblich 70 Millionen Jahre alten Dinosauriers entdeckte die Paläontologin Mary Schweitzer von der North Carolina State University in Raleigh (USA) weiches Gewebe und Blutgefäße. Im Wissenschaftsmagazins „Science“ (Nr. 1517, Vol. 307, 25.3.2005, S. 1952-1955) berichtet die Forscherin: „Ich war völlig überrascht und konnte es erst glauben, als wir den Versuch 17mal wiederholt hatten.“ Das Skelett des Tyrannosaurus Rex - ein riesenwüchsiger, fleischfressender Dinosaurier - war 2003 im US-Bundesstaat Montana ausgegraben worden. In den Hohlräumen des Oberschenkelknochens fielen Schweitzer seltsame Strukturen auf. Nachdem sie versteinerte Knochenanteile mit einer schwachen Säure abgelöst hatte, blieben elastisches Gewebe und rot-braune Blutgefäße zurück. Unter Umständen könne man sogar noch die DNS des Tieres untersuchen, so der Bericht in Science. Schöpfungsforscher: Extremer Widerspruch zur Altersangabe Reinhard Junker, Forscher bei der evolutionskritischen Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ (Baiersbronn/Schwarzwald) sagte gegenüber idea, der Fund sei als „extrem widersprüchlich“ in Bezug auf die Altersangabe zu werten. Es sei zwar nicht prinzipiell neu, daß versteinerte Gewebereste an Fossilien gefunden würden, einzigartig sei in diesem Fall aber, daß es sich noch um elastisches Gewebe handele. Der an der Universität von Halle/Saale tätige Chemiker Peter Immig hält es für „sehr unwahrscheinlich“, daß organisches Gewebe nach 70 Millionen Jahren noch elastisch sein soll. Ein grundsätzliches Problem aller Alterseinstufungen bestehe darin, wie man sie experimentell beweisen soll. Zeitreisen seien schließlich nicht möglich. Der Fund von noch elastischem Gewebe an einem fossilen Knochen sei aber doch ein sehr eindrückliches Indiz, das ein um Größenordnungen geringeres Alter als 70 Millionen Jahre nahelege. Wann sind die Dinos ausgestorben? Die Schöpfungsforscher, die sich in der Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ zusammengeschlossen haben, versuchen die Erdgeschichte nach dem Muster der biblischen Urgeschichte zu rekonstruieren. Dabei gehen sie von einem Erdalter in der Größenordnung von etwa 6.000 bis 10.000 Jahren aus. Zur Deutung von Fossilen und geologischen Schichten gibt es unterschiedliche Ansätze innerhalb kreationistischer Forscherkreise. Die Dinosaurier haben sich nach den Thesen mancher Schöpfungsforscher erst nach der Sintflut weitläufig ausgebreitet und seien nach einschneidenden klimatischen Veränderungen im Ökosystem, eventuell bedingt durch eine schnelle Kontinentalverschiebung, ausgestorben. |
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