Meine Glaubensgrundlage

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Meine Glaubensgrundlage ist die Bibel, deren Kernaussagen im apostolischen Glaubensbekenntnis festgehalten sind.

 

Kein Wunder, daß es unter Christen immer (wegen unterschiedlicher Erkenntnisse und individueller Blickrichtung des Einzelnen) mehr oder weniger differierende Ansichten und Auslegungen gibt. Daher sollen die Kernaussagenmeines Glaubens als Basis nachfolgend definiert sein:

 

1. Die Bibel als Grundlage

 Ich glaube daran, dass die ganze Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments von Gott eingegeben, unfehlbar, zuverlässig und völlig ausreichend zu unserem Heil ist. Die Bibel ist für meinen Glauben und mein Leben die höchste Autorität und Gottes abschließende Offenbarung. (2. Tim. 3,16-17; 1. Thess. 2,13; 2. Petrus 1,20-21 + 3,15-16; Gal. 3,16; Matth. 22,29-32; Off. 22,18-19)

 

2. Gott der Vater

 Ich glaube an den dreieinigen Gott, den allmächtigen Schöpfer des Himmels und der Erde. So wie der Mensch, der nach Gottes Ebenbild geschaffen wurde, aus Seele, Körper und Geist besteht, so ist Gott dreieinig: Der Vater, der Sohn (der sich im Fleisch offenbarte) und der Heiligen Geist. (5. Mose 6,4; Epheser 4,6; Matth. 28,19; 2. Kor. 13,13)

 

3. Jesus Christus

 Ich glaube an Jesus Christus, den Mensch gewordenen Sohn Gottes. Ich glaube daran, dass Sünde von Gott trennt und jeder Mensch vor Gott schuldig ist und der Vergebung bedarf. Deshalb musste Jesus Christus am Kreuz sterben, um einen neuen Zugang zu Gott zu ermöglichen. Jesus verließ aus Liebe zu uns den Himmel, um als Sühneopfer (Opferlamm) für unsere Sünden zu sterben, damit jeder der an ihn glaubt, von seinen Sünden rein gewaschen werden und das ewige Leben haben kann. Er ist auferstanden und in den Himmel zurückgekehrt und ist der einzige Mittler zwischen uns Menschen und Gott. Er ist das Haupt der Gemeinde und unser Führer durch den Heiligen Geist. Ich glaube daran, dass Jesus Christus im persönlichen Leben erfahrbar ist. Jesus Christus wird einst wieder kommen um sein Reich zu bauen und die Menschen zu richten. (Jesaja 7,14; Hebr. 4,15; Apg. 2,22-24; Apg. 1,9; Hebr. 7,26; Joh. 10,30; Eph. 2,16-18; Apg. 20,28; Gal. 3,13; 1. Kor. 15,3-4; 1. Tim. 2,5; Joh. 5,30; Off. 19,6-20; Kol. 1,15 + 2,9; Joh. 1,1+14; 2 Kor. 5,21 )

 

4. Der Heilige Geist

 Ich glaube an den Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist der Verfasser/Inspirator der Bibel. Er überführt von Sünde, leitet Menschen zur Buße (Umkehr) und ermöglicht einen Neuanfang (Wiedergeburt). Er ist jedem Gläubigen geschenkt, verhilft zum rechten Verständnis der Bibel, gibt Heilsgewissheit und leitet die Gläubigen. Er teilt Gaben zu wie er es will (nicht wie wir es wollen!), um der Gemeinde zu dienen. Gaben wie auch Wirkungen des Heiligen Geistes sind freiwillige Geschenke Gottes und in keiner Weise ein Kennzeichen eines echten Christseins! Ich glaube, dass ein geheiligtes, demütiges Leben notwendig ist, um dem Geist Gottes im eigenen Leben den maximalen Wirkungsraum zu ermöglichen, denn Gottes Geist ist heilig und wird durch Sünde betrübt. Ich glaube aber auch an die Gnade Gottes, der unsere Schwachheit kennt. (Joh. 1,12-13 + 14,16-17 + 15,26 + 16,8-14; Titus 3,5-6; Eph. 4,30; 1.Kor. 2,10-11 + 6,11+19-20 + 12,11; Apg. 8,29 + 5,3-4; Römer 8,11+26; Joh. 16,13; 2. Petr. 1,21; Hes. 11,5)

 

5. Der Mensch

 Ich glaube, dass der Mensch von Natur aus der Sünde verfallen ist und deshalb dem Gericht Gottes und der ewigen Verdammnis entgegengeht. Nur durch den stellvertretenden Tod Jesu am Kreuz, der sein Blut für uns vergossen hat, kann ein Mensch erlöst, gerechtfertigt und geheiligt werden. Allein durch den Glauben – der sich aber dann in Werken ausdrückt – wird dem Menschen das Heil zuteil.(Joh. 3,16; Röm 3,12+28-29 + 5,12-19 + 6,23; 2. Thes. 1,8-9; Jak. 2,20 + 26; Off 20,11-15; Ps. 8,5-6, Jes. 53,6)

 

6. Die Gemeinde

 Ich glaube, dass die Gemeinde (Gemeinschaft wiedergeborener Christen) der Leib des Herrn Jesus Christus hier auf Erden ist, der aus verschiedenen Gliedern mit unterschiedlichen Aufgaben und Fähigkeiten besteht. Jesus Christus ist das Haupt der Gemeinde. Ihre Aufgabe ist die gegenseitige Erbauung im Glauben, sowie um durch vorbildliches Leben und Wort und Tat auch ungläubige Menschen auf Gottes Rettungsangebot hinzuweisen. (Kol. 3,16; Matth. 28,19-20; Apg. 2,42-47; Eph. 4,11-16 + 5,23; 1. Kor.12,12-27; Röm, 12,5; Markus 16,15-20; Eph. 2,19-22; Matth. 18,15-18)

 

7. Gottes Auftrag an uns

 Ich glaube, dass die Liebe zu Gott und zum Nächsten als Gottes oberstes Gebot für mein Handeln und Leben bestimmend sein muss. Auch glaube ich, dass es Gottes uneingeschränkter Wille ist, dass alle Menschen zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und jeder Christ die Aufgabe hat, Gottes Botschaft weiter zu sagen. So gab uns Jesus Christus einen Missionsauftrag. Auch soll ich durch meinen Lebenswandel und die Verkündigung Salz und Licht sein. Ich bin davon überzeugt, dass es hierzu keiner persönlichen Extra-Aufforderung bedarf, jeder Christ hat sich lediglich vom Geist Gottes persönlich bezüglich dem “wie” und “wo” führen zu lassen. (Matth. 22,37-30; 1. Kor. 13,13 / Hes. 18,23; Matth. 2,19 + 5,13-16; Joh. 15,16; Matth. 28,18-20; Hes. 3,17-19 / Joh. 3,8; 1. Kor. 2,9-16; Röm. 8,14)

 

Bin ich ehrlich zu mir selbst, so muss ich den Paulus-Worten zustimmen:

 

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.

 1. Kor. 13,12

 

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